Die Magnolie - Pflanzen, Pflege, Beschneiden

Magnolien (Magnolia) gibt es in über 200 Arten und haben ihren Ursprung im Süden der USA, Japan und China. Die nach dem Botaniker Pierre Magnol benannten Zierbäume können auch in unseren Gärten bis zum 10 Meter hoch und 6 Meter breit werden. Die üppigen Blüten in den Farben weiß, rosé, rot oder apricot entfalten sich schon früh und noch bevor sich die Blätter zeigen. Die in Deutschland erhältlichen Magnolien werden in einer Höhe ab 80 Zentimetern geliefert. Eine Aussaat lohnt sich nicht, da die Bäume nur sehr langsam wachsen und die bereits vorgezogenen Setzlinge der Gartencenter bereits ein paar Jahre alt sind.

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Doch selbst als kleinere Sträucher blühen Magnolien schon sehr üppig. Die wegen ihrer Blütenform so genannte Tulpenmagnolie ist die bei uns beliebteste Art und wird etwa 6 Meter hoch. Die weißen Blüten sind 10 Zentimeter lang und an den Enden zeigen sie ein rot gestreiftes Muster. Dieser Magnolienbaum blüht von Anfang April bis Anfang Mai. Die aus Japan stammende Sternmagnolie entwickelt sich zu einem 3 Meter hohen Strauch, dessen Blütezeit bereits im März einsetzt und im April endet. Die duftenden weißen Blüten sind sternförmig angeordnet und versprühen einen Hauch von Exotik in Ihrem Garten.

Ein weiterer fernöstlicher Vertreter ist die Kobushi-Magnolie, dessen Vollblüte relativ spät erreicht wird. Einige Jahre müssten Sie sich schon gedulden, bis der 10 Meter hohe Baum seine hundertprozentige Blütenpracht präsentiert. Die Blüten ähneln denen der Tulpenmagnolie und lassen sich ab April sehen, das Blattwerk hat eine Länge von bis zu 16 Zentimetern. Magnolien werden als Ballenware oder Topfcontainer geliefert.

Wie wachsen Magnolien am besten?

Ein sonniger bis halbschattiger Standort im Garten sowie ein leicht saurer, mit Humus vermischter Boden sind die idealen Voraussetzungen für ein optimales Wachstum eines Magnolienbaumes. Die Tulpenmagnolie benötigt einen pH-Wert von 4,5 bis 5,5. Ansonsten ist sie hinsichtlich Mineralstoffe und Düngung relativ anspruchslos. Obwohl Magnolien kälteunempfindlich sind, reagieren sie äußerst sensibel bei Spätfrost, der im Februar und März die bereits ausgebildeten Knospen dezimieren kann. Falls dies der Fall sein sollte: Achten Sie auf Hinweise von Grauschimmel, der eingegangene Pflanzenteile befällt, und entfernen Sie ihn so schnell wie möglich.

Eingesetzt werden die kleinen Stecklinge im Frühjahr oder im Herbst. Als junge Pflanzen brauchen die Magnolien einen Pfahl als Stütze. Einen Rückschnitt brauchen Sie nicht vorzunehmen weil zum einen das Holz ohnehin langsam wächst, und sich im Gegenteil ein Schnitt in Form von unregelmäßigen und besenförmig wuchernden, überlangen Trieben rächt. Im Extremfall führt ein zu radikal ausgeführter Rückschnitt sogar zum Absterben der Magnolie. Falls diese Maßnahme notwendig ist – sei es, dass Ihr Nachbar durch herunterfallende Blütenblätter beeinträchtigt wird oder Sturmschäden entstanden sind - erfolgt der Rückschnitt erst nach der Blüte.

Besonderheiten – Ein Magnolienbaum braucht viel Platz

Die schon in der Anschaffung relativ kostenintensiven Magnolienbäume benötigen außer guter Pflege viel Platz. Bedenken Sie, dass die Krone einen Durchmesser von 6 Metern erreichen kann. Da von der Magnolie entweder Blüten im Frühjahr oder Blätter im Herbst auf den Boden fallen und für längere Zeit dort herumliegen, empfiehlt sich in der Nähe keine Anlage von Beeten mit kleinblütigen Blumen. Auch sollten Sie mit einplanen, welche Pflanzen in der Umgebung Ihrer Magnolie stehen. Sträucher oder Bäume, die keinen sauren Boden vertragen, werden in unmittelbarer Nachbarschaft zu Magnolien nicht gut gedeihen – umgekehrt natürlich auch!