Oleander - Pflege, Schneiden, Pflanzzeiten

Beschreibung und Herkunft

Oleander (Nerium oleander) fällt durch seine typischen 15 Zentimeter langen glänzend dunkelgrünen, schmalen Blätter auf, die auf der Unterseite silbrig schimmern. Von Juni bis September blüht der Strauch weiß oder rosa, je nach Zuchtform auch gelb, orange oder violett. Nach der Blütezeit finden sich vereinzelt bohnenförmige rotbraune Früchte, die nach einiger Zeit aufplatzen und die behaarten Samenkerne freisetzen. Oleanderbäume können in ihren südlichen Herkunftsländern bis zum 5 Meter hoch werden. In unseren Breiten müsste Oleander dafür im Garten stehen, doch schon ein kalter Winter mit Bodentemperaturen, die weit unter die 0°C-Marke fallen, kann dem Oleander so zusetzten, dass junge Triebe und dünne Wurzeln absterben.

Oleander online bestellen ? Hier finden Sie die besten Online Pflanzenhändler im Vergleich

Der Rosenlorbeer, wie der Oleander noch genannt wird, zählt zu den Hundsgiftgewächsen und diese Bezeichnung ist wörtlich zu nehmen, denn der beliebte mediterrane Strauch ist giftig. Das hoch toxische Glykosid Oleandrin kommt in allen Pflanzenteilen vor und ruft bei entsprechend hoher Einnahme Herzrhythmusstörungen hervor, die zum Tod führen können. Es sind zwar bis dato noch keine ernsthaften Vergiftungen bekannt geworden, zumal Blüten und Pflanzen unangenehm bitter schmecken, dennoch sollten gerade kleine Kinder vom Oleander ferngehalten werden.

Oleander wächst seiner Namensbezeichnung nach - Nerium ist lateinisch für nass – bevorzugt in Tälern von Flussläufen, wo das Grundwasser bis in die oberen Bodenschichten dringt. Beheimatet ist der Oleander im gesamten Mittelmeergebiet. Die Bäume gedeihen in ihrer Wildform von Marokko bis Israel. Selbst die Indien und China vorkommenden Sorten sind mit der Art verwandt, die wir auf Mallorca am Straßenrand finden.

Wie wächst Oleander am besten?


Mit etwas Glück können Sie einen kleinen Oleander-Sämling selbst heranziehen, wenn es Ihnen gelingt, die nach Aufplatzen der Frucht sich sofort in alle Windrichtungen verteilenden Samen einzufangen. Doch bis sich dann die Pflanzen in ihrer vollen Pracht entwickelt haben, gehen doch noch ein paar Jahre ins Land. Auch die Methode, sich im Urlaub einen Trieb eines wildwachsenden Oleanderbusches abzuschneiden und in einem nassen Tuch mit nach Hause zu nehmen, ist weit verbreitet. Doch nicht immer gelingt das Anwachsen des jungen Einwanderers.

Die im Handel erhältlichen etwa 50 Zentimeter hohen Setzlinge wachsen und blühen innerhalb kurzer Zeit und eine mitgelieferte detaillierte Pflegeanleitung hilft über die ersten schwierigen Hürden, denn Oleander ist sehr anspruchsvoll. Die meisten Oleanderbüsche werden hierzulande in Kübeln gehalten, da es relativ lange dauert, bis die Pflanze im Garten angewachsen ist. Da Oleander äußerst frostempfindlich ist, empfiehlt sich ein sonniger und windgeschützter Platz idealerweise an einer nach Süden gewandten Mauer, die am Tag die Wärme speichert und in der Nacht wieder abgibt. Eingepflanzt werden die Büsche, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, also etwa Ende März bis Anfang April. Oleander benötigt viel Dünger und Wasser – auch bei der Haltung im Kübel.

Für die Überwinterung sollte Oleander nicht zu warm stehen, da sonst Spinnmilben oder Schildläuse den Busch befallen können. In den kalten Monaten wird Oleander nicht gedüngt und nur mäßig gewässert.
Damit ein Oleanderbusch seine Form behält, sollte nach der Blüte der Rückschnitt erfolgen, denn bei einem Frühjahrsschnitt kann es sein, dass Ihr Oleander die Saison kahl bleibt.

Besonderheiten – Achtung giftig!

Seihen Sie vorsichtig beim Umtopfen oder beim Rückschnitt des Oleanders, denn bei dieser Tätigkeit passiert es leicht, dass man sich an den Ästen verletzt und die austretende Pflanzenmilch in die Blutbahn gerät. Das giftige Oleandrin verursacht sogar Hautreizungen bei geringen Abschürfungen und Händewaschen nach der Gartenarbeit gehört zum Pflichtprogramm für alle Liebhaber des Oleanders.