Der Naturgarten - Ratgeber, Pflege und Online Pflanzenversand

Mit der Anlage eines Naturgartens können Sie sich vom Frühling bis zum Herbst nicht nur über ein sattes Farben- und Blütenmeer erfreuen. Viele einheimische Wildblumen, Stauden und Gehölze bereichern einen Naturgarten und ziehen nützliche Insekten zur Bestäubung an. Kleine Teiche und Wasserläufe sowie Trockenmauern aus Naturstein sorgen für kleine Biotope und insgesamt für ein kleines Ökosystem. Laubbäume dienen Singvögeln als Unterschlupf und bald werden Sie Gastgeber von Lurchen, Fröschen und kleinen Echsen sein.

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In einem Naturgarten benötigt jede Pflanze ihren spezifischen Standort. Ihr Grundstück hat sonnige und schattige Plätze und das sollten Sie bei der Auswahl an im Handel erhältlichen Staudenmischungen bedenken. Diese Saatmischungen bestehen aus heimischen Wildstauden und –blumen, die gleichermaßen aus Bodendeckern und hoch wachsenden Pflanzen bestehen. Ob kalkhaltiger Boden. Lehm oder sandiger Untergrund, erkundigen Sie sich, welche Pflanzen und Mischungen am besten in Ihrem Garten gedeihen.

Was ist ein Biotop?

In der Natur existieren unzählige Biotope: Das geschützte Wattenmeer, selten gewordene Flussauen oder auch vom Menschen kultivierte Streuobstwiesen ziehen die für diese natürliche Lebensgemeinschaften spezifischen pflanzlichen und tierischen Bewohner an. Ihr Naturgarten kann über zahlreiche vernetzte Biotope verfügen, die zusammen ein aufeinander abgestimmtes Ökosystem ausmachen. In ein Biotop muss nicht von außen eingegriffen werden, da sich die Vegetations- und Nahrungskreisläufe von alleine regulieren. Ein nach dieser Definition funktionierender Naturgarten basiert auf langjähriger Erfahrung. Seien Sie also nicht enttäuscht, wenn Sie im ersten Sommer noch keine blauen Prachtlibellen an Ihrem Teich begrüßen – im nächsten Jahr kommen sie bestimmt.

Blumenwiesen und Wildobst

Wiesenglockenblumen, Kornblumen, Maiglöckchen, Klee, Seifenkraut und Margeriten bereichern Ihre Blumenwiese genauso wie Sonnenröschen und Löwenzahn. Blumenwiesen erfreuen durch die Blütenstände von April bis September nicht nur die Gartenbesitzer sondern auch die für das Ökosystem nützlichen Bestäuber. So können Sie ebenfalls seltenes Wildobst anpflanzen, welches durch die im Garten lebenden Bienen prächtig gedeiht. Mittlerweile sind Wildobstarten im Handel wieder erhältlich. Ur-Obst hat nicht nur den Vorteil, resistenter zu sein als Zuchtobst, es liefert auch mehr Vitamine und intensivere Aromen. Äpfel, Pflaumen, Aprikosen, Pfirsiche und Erdbeeren werden in ihrer ursprünglichen Form wieder angebaut und davon kann ihr Naturgarten profitieren. Auch die Strauch-Walnuss wächst in unseren Breiten und die Wildarten der Brombeeren und Stachelbeeren sind in ihren zahlreichen Varianten erhältlich. Kaum ein anderes Obst enthält so viel Vitamin C wie der drei Meter hohe Sanddorn, dessen ertragreiche Ernte den Gang in die Apotheke spart.


Der Gartenteich zur Anlockung nützlicher Bewohne

Kein anderes Element zieht mehr Lebensformen an wie Wasser. Haben Sie bereits einen Brunnen oder einen größeren Teich angelegt, wissen Sie, wie viele Insekten und Vögel den Garten beleben. Auch die eine oder andere Fledermaus können Sie bewundern, denn die flinken Nachtjäger bevorzugen vor allem tief fliegende Mücken und Fliegen, die sich über der Wasseroberfläche tummeln. Die ebenenfalls Insekten vertilgenden Vögel sorgen mit ihren Ausscheidungen für die Ansiedlung neuer Teichpflanzen und die für die Bestäubung nützlichen Bienen und Hummeln werden durch das üppige Blütenmeer angezogen.

Ideal ist ein sonniger Platz, der gleichzeitig ein paar Stunden Schatten garantiert. Die Uferzone des Teiches sollte nicht abrupt abbrechen sondern durch einen Sumpfbereich Amphibien die Möglichkeit geben, diesen Lebensraum für sich zu nutzen. Die im satten Gelb blühenden Sumpfschwertlilien oder Sumpfdotterblumen fühlen sich in dieser Uferzone besonders wohl. Für die Teichabdichtung bieten zahlreiche Händler Tonelemente an, die miteinander verbunden und in den Boden eingestampft werden. Eine Schicht von 30 Zentimetern verhindert dabei das Eindringen von Wurzeln.

Wenn Sie auf natürliche Art Algen bekämpfen möchten, holen Sie sich einfach schnell wachsende Wasserlinsen in den Teich. Auch Seerosen sind natürliche Konkurrenten der Algen. Eingesetzte Wasserschnecken werden die eventuell zu üppig wuchernden Wasserpflanzen automatisch dezimieren, so dass sich nach einiger Zeit das Biotop Gartenteich eingependelt haben wird.

Die Natursteinmauer – ein schier unerschöpflicher Lebensraum für Flora und Fauna

Eine Natursteinmauer bildet ein kleines Ökosystem: Echsen, Lurche, Feldmäuse, Spinnen, Wildbienen und Hummeln leben hier neben Wildblumen und Kräutern und sind eine hervorragende Basis für Ihren Naturgarten.

Verwenden können Sie Findlinge und Schiefersteine. Besonders Ton und Kalkstein beinhalten Mineralien, die für Pflanzen die perfekte Grundlage bilden. Die erste Lage besteht aus den größten Steinen, deren Fugen Sie schon mit Erde verfüllen können. Jetzt folgt Schicht für Schicht, wobei versetzte Fugen und der Wechsel von großen und kleinen Steinen für eine höhere Standsicherheit sorgen. Hin und wieder dient eine größere Lücke Lebewesen wie Echsen oder Blindschleichen als Unterschlupf.

Die im felsigen Gebirge beheimateten Pflanzenarten eignen sich am besten für die Besiedelung der Naturmauer. Frühlingssteinrich, Bergsteinrich, Blaukissen, Hornkraut und die prächtige Dalmatiner-Glocke sorgen nicht nur für üppige Blütenpracht, die Wildbienen und Hummeln anzieht, durch ihre Wurzeln verleihen Sie der Mauer zusätzliche Stabilität.