Obstbäume - Pflege, Pflanzen, Anbieter

Ernten, was wir säen. Von Kirschen über Äpfel und Birnen bis hin zu Pflaumen – die Deutschen sind stolz auf ihr selbst gepflanztes und geerntetes Obst. Die Obstbäume im heimischen Garten sind nicht nur ein schöner Blickpunkt und Schattenspender im heißen Sommer, sondern tragen während der Erntezeit auch saftige Früchte.

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Doch bis der Obstbaum tatsächlich so weit ist, dass die Kirschblüten sprießen und die Äpfel gepflückt werden können, muss zunächst einiges an Arbeit investiert werden. Die Basis für jeden gesunden Obstbaum ist selbstverständlich das korrekte Einpflanzen desselbigen. Hier müssen einige Punkte beachtet werden, damit sich der Baum und seine Wurzeln auf lange Sicht gut entwickeln können. Zunächst sollten Sie sich den geeigneten Standort für Ihren Obstbaum aussuchen. Von Bedeutung ist hier, dass der gewählte Platz über ausreichend Sonneneinstrahlung verfügt, denn Obstbäume sind in der Regel Sonnenanbeter und benötigen das Licht und die Wärme, um gut zu wachsen und zu gedeihen. Das Loch, in welches Sie das Bäumchen pflanzen, sollte im Übrigen mindestens zwei Mal so tief und breit sein, wie das aktuelle Wurzelwerk.

Dieses muss vor dem Pflanzen von dem Netz befreit werden, welches im Gartencenter zum Schutz angebracht wurde. Danach schauen Sie sich das Wurzelwerk einmal genau an und schneiden Sie faule Wurzelstränge vorsichtig ab. Die gesunden Stränge gehören gestutzt, damit Sie nach dem Pflanzen genügend Wasser aufnehmen können. Nach dieser Vorbereitungsphase wird es endlich Zeit, den Baum zu pflanzen und das Loch mit Erde aufzuschütten. Wenn das Loch zu zwei Dritteln mit Erde bedeckt ist, dann gießen Sie schon einmal kräftig, bevor Sie das Loch bis oben hin auffüllen. Den Boden können Sie anschließend ein wenig festtreten und vergessen Sie das erneute Wässern nicht. Zur Sicherheit und damit Ihr Bäumchen beim ersten Sturm nicht umknickt, können Sie den noch schmalen Stamm mit einem stützenden Pfahl verstärken. Dies garantiert auch, dass der Baum gerade nach oben wächst.

Ein guter Schnitt. Damit der Obstbaum nach der ersten Wachstumsphase Früchte tragen kann, ist ein guter Schnitt der Äste wichtig. Durch die richtige Vorgehensweise kann so dafür Sorge getragen werden, dass sich die Ernte von Jahr zu Jahr vergrößert und das volle Potenzial des Baumes ausgeschöpft wird. Zunächst sollten Sie sich auf die Krone konzentrieren. Bei besonders dicht gewachsenen Bäumen ist es wichtig, diese regelmäßig auszudünnen. Nur so können auch die innenliegenden Äste genug Sonne bekommen.

Dabei sorgen Licht und Wärme nicht nur für ein gutes Wachstum, sondern verhindern auch Fäulnis und Pilzinfektionen, die sich durch viel Regen bilden können. Getrost verabschieden können Sie sich auch von Ästen, die zum Inneren der Krone hin wachsen. Diese tragen selten Früchte und behindern im Gegenteil nur das übrige Geäst dabei, sich zu entfalten. Auch entgegen vieler anders lautender Meinungen brauchen Obstbäume keine Astgabeln. Im Gegenteil bieten auch diese Teile des Baumes in der Regel Nährboden für Pilzbefall und sollten daher vermieden werden. Grundsätzlich gehören befallene Äste, auch solche die gerade wachsen, weggeschnitten. Die Schädlinge können sich sonst rasend schnell auf die umliegenden Äste ausbreiten und so im schlimmsten Fall den ganzen Baum schädigen. Die richtige Zeit, um Ihren Baum zu stutzen ist übrigens meist im Herbst. Dies gilt zumindest für Kirsch- und Pflaumenbäume. Äpfel- und Birnbäume kann man auch ganzjährig schneiden.

Erntedankfest. Etymologisch gesehen ist der Begriff „Herbst“ bereits auf die Bedeutung als Ernte- und Plückzeit zurückzuführen. Wenn sich die Blätter Ihrer Bäume langsam zu verfärben beginnen, können Sie mit Ihrer Ernte starten. Reife Äpfel zum Beispiel erkennt man zudem, wenn diese eine tiefe Farbe haben und der Kern tiefbraun ist (nicht hellbraun). Meist beginnt die Ernte im September und kann sich in mehreren Abschnitten bis Ende Oktober erstrecken. So kann der unterschiedliche Reifegrad der Früchte berücksichtigt werden. Vergessen Sie übrigens auch nicht, Ihren Baum von faulem Obst zu befreien. Auch wenn sich dieses nicht zum Verzehr oder Einkochen eignet, so helfen Sie dem Baum doch dabei gesund zu bleiben.